Wenn Räume enger werden, bauen wir halt einfach neue.
Langsam kehrt im Operndorf nach der Sommerpause nicht nur der Alltag und die Schulkinder zurück, auch die Planung für die kommenden Monate läuft auf Hochtouren. Bald wird hier wieder unglaublich viel passieren. Und wir können endlich verkünden, was wir bisher für uns behalten mussten: Unser Artist-in-Residence-Programm 2026/2027 wird wieder vom Auswärtigen Amt gefördert. Das bedeutet nicht nur Künstler:innenresidenzen, sondern vor allem auch ganz viele Kooperationen mit lokalen Partnerorganisationen und ein großes Workshopprogramm für die gesamte Region!
„Art as Participation in Social Discourse – a continued Dialogue“ heißt das Programm, und der Titel sagt ziemlich genau, worum es geht: Das Operndorf soll sich noch stärker zu einem Ort entwickeln, an dem Kunst, internationale Begegnungen, Bildung und gesellschaftlicher Austausch zusammenkommen.
Dafür holen wir internationale und afrikanische Künstler:innen mit lokalen Kulturschaffenden, Jugendlichen, Frauen, Medienmacher:innen und zivilgesellschaftlichen Initiativen zusammen. Residenzen, Workshops, Medienformate und öffentliche Präsentationen greifen ineinander. So lassen wir im Operndorf geschützte Räume entstehen, in denen Menschen ihre eigenen Perspektiven entwickeln, sichtbar machen und miteinander teilen können.
Gesellschaftliche und politische Spielräume sind vielerorts enger geworden, unabhängige Informationen schwerer zugänglich. Vor allem junge Menschen und Frauen haben oft kaum Gelegenheit, sich kulturell und gesellschaftlich einzubringen. Kunst ist an dieser Stelle mehr als Ausdruck. Sie kann der Anfang eines Gesprächs sein, ein Anstoß zum kritischen Denken, eine Form von Teilhabe. Genau da setzen wir an. Gemeinsam mit starken Partnern aus Burkina Faso und der Region wollen wir künstlerische und mediale Projekte entwickeln, die Menschen zusammenbringen und ihnen Raum geben, ihre Geschichten selbst zu erzählen. Sechs Künstler:innen kommen für Residenzen ins Operndorf. Parallel starten Workshops und Bildungsformate, von Tanz und kreativem Ausdruck über Medienkompetenz und politische Bildung bis zu Rap, Podcast, Video und Animation. Auch der kreative Umgang mit neuen Technologien und Künstlicher Intelligenz hat seinen Platz.
Und das ist erst der Anfang. In den nächsten Monaten werden wir hier arbeiten, tanzen, diskutieren, recherchieren, produzieren und ausprobieren. Neue Arbeiten entstehen, Radiosendungen werden produziert, öffentliche Veranstaltungen finden statt.
Wir nehmen euch gern mit auf diesen Weg. In den kommenden Wochen stellen wir die einzelnen Projekte, unsere Partner:innen und die Künstler:innen, die zu uns kommen, nach und nach vor. Zurück im Operndorf also, und hinein in eine intensive Zeit voller Kunst, Begegnungen und gemeinsamer Ideen. Wir können es kaum erwarten, dass es losgeht.
Das Programm wird gefördert durch
