Unsere Artist in Residence Künstler:innen 2026: Falilat Abiola Ibrahim
Wir freuen uns, Euch die erste von drei Künstler:innen vorzustellen, die im Rahmen des diesjährigen Residenzprogramms im Operndorf Afrika zu Gast sind: Falilat Abiola Ibrahim. Die Bildhauerin lebt und arbeitet in Lagos, Nigeria. In ihrer künstlerischen Arbeit beschäftigt sie sich mit Materialien wie Stein, Metall, Beton und Ton und fragt sich, welche Geschichten, Erinnerungen und Bedeutungen in ihnen stecken. Ihr Interesse am Handwerk wurde schon früh durch ihren Vater geweckt, der als Möbelbauer arbeitete. Heute verbindet Falilat traditionelle Handwerkstechniken mit eigenen Materialexperimenten. Dabei beschäftigt sie sich unter anderem mit kultureller Identität, Erinnerungen und Körperformen.
Falilat ist mit einem offenen Geist ins Operndorf gekommen und wurde herzlich vom burkinischen Team empfangen mit freundlichen Gesichtern, einem Lächeln und einem „Leber-Sandwich“. Sie freut sich darauf, Teil des Dorflebens zu werden, ihre Erfahrungen mit den Kindern vor Ort zu teilen und gleichzeitig selbst viel Neues zu lernen. In Workshops möchte sie den Kindern Grundlagen der Kunst vermitteln und ihnen unter anderem zeigen, welche verschiedenen Steinarten es in ihrer Umgebung gibt. Auch Bücher, die sie für die Bibliothek mitgebracht hat, sollen zum Entdecken und Lernen einladen.
Doch nicht nur die Workshops inspirieren sie. Falilat nimmt sich Zeit, das Gelände und seine Umgebung zu erkunden. Sie beobachtet die Vögel, entdeckt Skulpturen zwischen den Wegen und lässt sich von den kleinen Dingen des Alltags überraschen. Die Ruhe des Operndorfs lädt sie dazu ein, langsamer zu werden, genauer hinzusehen und neue Perspektiven zu entwickeln.
Was verbindet uns und was können wir voneinander lernen?
Während ihres Aufenthalts möchte Falilat möglichst viel über die Kultur und das Leben in Burkina Faso erfahren und auch etwas aus ihrer eigenen Kultur mitbringen. Schon jetzt entdeckt sie Gemeinsamkeiten zwischen Nigeria und Burkina Faso, die sie neugierig machen und die sie weiter erkunden möchte. Dabei beschäftigt sie auch die Frage nach der Rolle von Frauen in der Gesellschaft. In ihrer künstlerischen Arbeit setzt sie sich immer wieder mit der Darstellung des Weiblichen auseinander. Ihre Beobachtungen im Alltag des Operndorfs möchte sie nutzen, um mehr über die Bedeutung solcher Darstellungen in einem neuen kulturellen Kontext zu erfahren. Für Falilat geht es bei der Residency nicht darum, von Anfang an zu wissen, was am Ende entstehen wird. Vielmehr möchte sie ausprobieren, Fragen stellen und sich auf neue Erfahrungen einlassen. Sie möchte lernen, ihr Wissen teilen, vertraute Vorstellungen hinterfragen und sich von den Menschen, der Landschaft und den Materialien vor Ort inspirieren lassen. Der Aufenthalt im Operndorf ist für Falilat eine Zeit des Austauschs und der Entdeckung und eine Gelegenheit, die eigene künstlerische Arbeit aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Wir freuen uns sehr, Falilat im Operndorf willkommen zu heißen und sind gespannt, welche Eindrücke und Ideen sie aus dieser Zeit mitnehmen wird.
Mehr Infos zum Programm: www.operndorf-afrika.com/artist
Das Artist-in-Residence-Programm 2026–2027 wird gefördert durch
