Fokus Landwirtschaft

In Planung

Foto: Operndorf Afrika
Foto: Severin Sobgo
Foto: severin sobgo

Die Ausgangssituation

Durch die kargen Böden in der trockenen Region und regelmäßig auftretende Dürren aufgrund niedriger Niederschläge unterliegen die Ernteerträge in Burkina Faso jährlich starken Schwankungen. Daher ist es ein Hauptanliegen, der Bevölkerung in der ländlichen Region um das Operndorf Afrika Schulungen in Anbau- und Bewässerungsmethoden sowie Schulungen in Erosionsschutz anzubieten.

Die Mehrheit der Bevölkerung Burkina Fasos lebt von der Subsistenzwirtschaft, d.h. die Wirtschaftsweise der Viehzucht und Nahrungsmittel anbauenden Familien ist überwiegend selbstversorgend. Die jährlichen Erträge der KleinbauerInnen und LandbewohnerInnen hängen oft von klimatischen Faktoren ab. In Burkina Faso kommt es regelmäßig sowohl zu Dürren als auch zu Überschwemmungen. In solchen Jahren sind die Ernten schlecht und der Bevölkerung fehlt die Lebensgrundlage aus ihrem Anbau. Bei einer Dürre oder Flut ist in Burkina Faso die Bevölkerung besonders betroffen von rapide steigenden Lebensmittelpreisen, die dazu führen, dass sich viele Haushalte keine Lebensmittel mehr leisten können. Insbesondere nationale und internationale LebensmittelspekulantInnen treiben in dieser Zeit die Preise für Nahrungsmittel in Burkina Faso in die Höhe. Für KleinbauerInnen und arme Familien werden diese dann oft unbezahlbar.

»Nichts ist appetitanregender als wenn man weiß, dass der Inhalt
seines Tellers aus seinem eigenen Garten kommt.«
Alex Moussa Sawadogo

Verbesserte Anbaumethoden
für die Region um
das Operndorf Afrika

Die Eltern der Schulkinder, die in einem Elternverein organisiert sind, kamen bereits in 2014 auf die Festspielhaus Afrika gGmbH zu mit der Bitte, gemeinsam ein landwirtschaftliches Programm zu konzipieren.
Mit dem Ziel, die Erträge der KleinbauerInnen zu verbessern, arbeitet das Operndorf Afrika in Kooperation mit der deutschen Welthungerhilfe an einem mehrjährigen landwirtschaftlichen Programm, das im kommenden Jahr beginnen soll.

Bei den Weiterbildungen zu verbesserten Anbaumethoden, zur Tröpfchenbewässerung und zum Schutz der Böden vor Erosion wird die lokale Kultur, vor allem das traditionelle Wissen und die lokalen Bedürfnisse, berücksichtigt. Mit diesem nachhaltigen ökologischen Konzept können in der Region um das Operndorf Afrika die Erträge der KleinbauerInnen gesteigert und der Anbau von Nahrungsmittel für die einzelnen Familien gesichert werden, mit dem Ziel, Unter- und Mangelernährung ausreichend vorzubeugen.

Einen weiteren wichtigen Aspekt dieses Programms bilden die Bewirtschaftung der Schulkantine, die sich durch dieses landwirtschaftliche Programm selbstständig mit Obst und Gemüse versorgen soll, und die Etablierung eines Schul- und Lerngartens für die Kinder.