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Völlig unsortiert, unausgewählt und ohne Retusche zeigen wir Ihnen hier Impressionen aus Burkina Faso, fotografiert von Kindern zwischen 5 und 11 Jahren.

 

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einem Postkartenbuch
gesammelt.


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Film auf YouTube ansehen.

 

Anfang Oktober 2011 nimmt die Schule im Operndorf ihren regulären Unterrichtsbetrieb auf. Damit ist ein für das Projekt sinngemäß wesentliches Ziel erreicht: Die Belebung durch junge Menschen, die zunehmende Autonomie des Dorfes durch die einheimische Bevölkerung.


Die Schule wird in den kommenden sechs Grundschuljahren jeweils eine Klasse für 50 Mädchen und Jungen anbieten. Über die regulären Schulfächer hinaus wird es Film-, Kunst- und Musikklassen geben, in denen die Schülerinnen und Schüler lernen können, sich eigenständig künstlerisch auszudrücken.


Auf der Podiumsdiskussion anlässlich der Aufführung von Schlingensiefs deutsch-burkinischem Projekt VIA INTOLLERANZA II beim Berliner Theatertreffen 2011 wies der burkinische Filmemacher Gaston Kaboré mit Blick auf das Operndorf darauf hin, wie wichtig künstlerische Ausdrucksformen für die Entwicklung der eigenen Identität von Kindern sind.

 

In diesem Selbstfindungsprozess benötige Burkina Faso die Kultur. Die Menschen dort verlangten danach, sie hätten ein Anrecht auf Kultur, um der eigenen Entfremdung entgegenzuwirken und sich wieder stärker in ihrer Heimat zu verwurzeln. Für Burkina sei das Operndorf ein Pilotprojekt, in dem es darum gehe, sich selbstbewusst den Herausforderungen der modernen Welt und den notwendigen Veränderungsprozessen in Afrika zu stellen.

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Film auf YouTube ansehen.

 

 

 

 

 

Der Lehrplan wird dabei auch der Tatsache Rechnung tragen, dass viele Kinder nicht die offizielle Amtssprache Französisch, sondern verschiedene Stammessprachen sprechen. Anders als es das burkinische Schulsystem praktiziert, wird der Unterricht im Operndorf darum auch in Moré sowie weiteren Stammessprachen stattfinden. Die sprachliche Verwurzelung, nicht Entwurzelung, soll so gefördert werden.

Damit verknüpft ist auch das Ziel, den Kindeseltern, die nicht lesen, nicht schreiben können, und die kein Französisch sprechen, eine Anbindung an den Unterricht ihrer Kinder und an das Operndorf zu gewähren. Der Lernstoff und die Aktivitäten im Operndorf sollen den Müttern und Vätern nachvollziehbar und miterlebbar sein. Langfristig soll auch die Erwachsenenbildung zu einem Zweig des Schulbetriebs werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Kinder schließen die Schule mit dem normalen Grundschuldiplom, dem Certificat d’études primaires ab, das ihnen den Besuch einer weiterführenden Schule erlaubt.


Von Afrika lernen! Das gilt auch für die Arbeit an Geräten, Werkzeugen und technischer Ausrüstung. Die Kinder lernen, wie sie funktionieren, und können Unterricht in Musik und Kunst, Foto-, Film- und Kameratechnik bekommen.
Die Betreuung der Kinder in diesem Feld findet immer unter Achtung ihres eigenen Blickes statt, es sollen ihnen keine dogmatischen Vorstellungen, Methoden oder Theorien aufgezwungen werden. Die Kinder sollen ihre eigenen Worte, Töne und Bilder finden.


Die Freiheit im Denken und Handeln der Kinder ist ein grundlegendes Prinzip im Lehrplan der Schule, die sich wie das Operndorf selbst für das unvoreingenommene Aufeinanderzugehen von Leben und Kunst einsetzt.